1860 München, Eintracht Braunschweig und der 1. FC Kaiserslautern: Das alles sind ehemalige Deutsche Meister und, wie sieben andere Mannschaften in der 3. Liga, über mehrere Jahre erstklassig. Hinzu kommen noch die ehemaligen DDR/NOFV-Meister aus Zwickau, Jena und Rostock, die allesamt in der elften Spielzeit der 3. Liga um die Rückkehr in den Profifußball kämpfen.

All das führt dazu, dass viele die 3. Liga in dieser Saison als die stärkste Dritte Liga aller Zeiten bezeichnen, was nicht zuletzt dem Abstieg von Braunschweig und Kaiserslautern aus der 2. Liga sowie dem Aufstieg der Münchner Löwen, nach einer Spielzeit in der viertklassigen Regionalliga, geschuldet ist.

Denn diese Traditionsvereine bereichern die 3. Liga gleich in mehrerlei Hinsicht. So bringen diese Vereine allesamt eine große Anzahl von Fans mit in diese Spielklasse, welche für eine neue Zuschauer-Bestmarke in dieser Liga sorgen könnten.

Bekam man Begegnungen wie Karlsruhe gegen Kaiserslautern oder 1860 München gegen Hansa Rostock einstmals ausschließlich ein bis zwei Spielklassen höher geboten, finden diese nun erstmals in der Drittklassigkeit statt. Doch während Vereine wie der Karlsruher SC oder Hansa Rostock bereits einige Spielzeiten in dieser Liga hinter sich haben, ist die 3. Liga für den 1. FC Kaiserslautern, den Deutschen Meister von 1998, komplettes Neuland.

Und irgendwie kann man sich auch nur schwer an den Gedanken gewöhnen, dass es im Fritz-Walter-Stadion am Betzenberg, welches Platz für 49.780 Zuschauer bietet, nur Drittliga-Fußball zu sehen geben wird. Doch dies ist nun zumindest in der kommenden Saison die bittere Realität in Kaiserslautern, weshalb das Ziel mit dem Wiederaufstieg auch ganz klar nach außen hin kommuniziert wird.

Leisere Töne hört man dagegen von zwei anderen ehemaligen Bundesligisten, die 2018 ebenfalls wieder ein Teil der 3. Liga sind. Allerdings kommen sowohl Energie Cottbus als auch der KFC Uerdingen, ebenso wie auch die Münchner Löwen, aus der Regionalliga neu in diese Spielklasse.

Und auch der KFC Uerdingen verfolgt hier ganz eindeutig das Ziel eines erneuten Aufstiegs, was unter anderem die Verpflichtungen der ehemaligen Bundesliga-Spieler Stefan Aigner, Maximilian Beister oder des Weltmeisters von 2014, Kevin Großkreuz, deutlich machten. Diese Transfers lassen bereits darauf schließen, dass auch der KFC in den kommenden Jahren wieder mit aller Macht in die 2. Liga drängen wird. Ob dies jedoch bereits in dieser Saison ein realistisches Vorhaben ist, bleibt aufgrund der großen und namhaften Konkurrenz allerdings fraglich.

Denn neben Kaiserslautern, Uerdingen oder Braunschweig haben auch der Zweitliga-Absteiger Braunschweig, der Drittliga-Aufsteiger 1860 München oder auch einige Vereine, die bereits seit einiger Zeit drittklassig sind, wie Hansa Rostock, der KSC oder VfL Osnabrück, Aufstiegsambitionen.

Doch wie bereits in den vergangenen Jahren dürfte sich auch dieses Jahr wieder ein heißes Rennen um die Aufstiegsplätze entwickeln, in dem mit Sicherheit auch wieder die ein oder andere Mannschaft mitwirken wird, die man vor Beginn der Saison noch nicht auf der Rechnung hatte.

So sollte man beispielsweise auch Mannschaften wie Cottbus, Münster, Jena, Wiesbaden oder Unterhaching ebenfalls auf der Liste haben, wenngleich diese Vereine sich mit ihren Ambitionen bislang eher vornehm zurückhalten und aus diesem Grund allesamt eher als Geheimfavoriten in die kommende Saison gehen werden.