Die Fußball Regionalliga ist innerhalb Deutschlands die vierthöchste Spielklasse, in der sich unter anderem auch eine ganze Reihe ehemaliger Profiklubs und Traditionsvereine tummeln. So spielen in den fünf Regionalligen unter anderem solche Traditionsvereine wie Alemannia Aachen, Rot-Weiss Oberhausen, der SV Waldhof Mannheim oder auch die Offenbacher Kickers.

Bei all diesen Traditionsvereinen handelt es sich dabei um frühere Bundesligisten und 1970 gewann Kickers Offenbach sogar bereits einmal den DFB Pokal, damals im Finale gegen den heutigen Zweitligisten 1. FC Köln.

Doch der Glanz vergangener Tage ist bei sämtlichen Regionalligisten bereits seit geraumer Zeit verflogen und so kämpfen diese Mannschaften heute alleine darum, der viertklassigen Regionalliga und somit auch dem Amateur-Bereich, schnellstmöglich wieder zu entfliehen.

Allerdings liegt genau in dieser Aufgabe die größte Herausforderung in der Regionalliga, da aus den fünf Spielklassen im Norden, Westen, Nordosten, Südwesten sowie in Bayern, in den vergangenen Jahren nur je 3 Mannschaften aufsteigen konnten. Und das obwohl es insgesamt fünf Meister pro Saison verdient gehabt hätten in die Dritte Liga aufzusteigen.

Doch aufgrund der Tatsache, dass es bislang pro Saison nur drei Absteiger aus der Dritten Liga gab, musste daher eine andere Aufstiegsregelung gefunden werden. Und so kam es, dass seit dem Jahr 2013, nach Abschluss der Saison, Relegationsspiele um den Aufstieg in die Dritte Liga durchgeführt werden, an denen neben den Meistern der fünf Regionalligen zudem auch der Zweitplatzierte aus dem Südwesten teilnimmt. Dies hat den Hintergrund, dass es sich bei dem Südwestdeutschen-Fußballverband um den Verband mit den meisten gemeldeten Vereinen handelt.

Allerdings wurde die Kritik der Regionalligen an diesem Aufstiegsmodus mit der Zeit immer lauter, so schafften beispielsweise im Jahre 2014, mit der SG Sonnenhof Großaspach und der zweiten Mannschaft des FSV Mainz 05, letztmals zwei Vereine aus dem Südwesten den Sprung in die Dritte Liga. In den vergangenen vier Jahren scheiterten dagegen stets beide Vertreter aus dem Südwesten in diesen Ausscheidungsspielen und blieben somit viertklassig.

Dabei muss zudem auch erwähnt werden, dass es sich somit bei der Regionalliga um die einzige deutsche Spielklasse handelt, in welcher der Meister nicht direkt aufsteigt. Und das wo es für die Vereine doch in dieser Spielklasse um die Rückkehr in den bezahlten Profi-Bereich geht. Eine Situation, mit der momentan nur die wenigsten Vereine sowie auch der DFB nicht wirklich glücklich sind, weshalb momentan ein neuer Modus in Planung ist, um dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Denn welche Folgen eine Niederlage in der Relegation und somit ein verpasster Aufstieg haben kann, davon kann der SV Waldhof Mannheim spätestens seit der vergangenen Saison ein Liedchen singen. Scheiterte man 2016 als Meister im Südwesten an den Sportfreunden aus Lotte und im Jahr darauf als Tabellenzweiter am SV Meppen, folgte gegen den KFC Uerdingen im Mai 2018 die dritte verpasste Relegation in Folge. Ein wohl einmaliger Vorgang in der Geschichte des deutschen Fußballs.

Und nur einer der Gründe, weshalb in den Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 nun vier Vereine aus der Dritten Liga Absteigen und es nunmehr vier Aufsteiger aus der Regionalliga geben wird. Auf dem DFB-Bundestag 2019 soll dann ein gänzlich neues Konzept seitens des DFB präsentiert werden.