Es geht wieder los, die 2. Fußball-Bundesliga startet in Kürze in ihre neue Spielzeit. Und traditionell geht es auch in der neuen Saison, in der seit 1974 existierenden Spielklasse, wieder um den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga. Und das ist insgeheim natürlich das Ziel aller Zweitligisten, auch wenn dies nicht alle Vereine vor der Saison derart offen kommunizieren.

Denn dieses Ziel formulieren wie jedes Jahr vor allem die beiden Absteiger aus der 1. Liga, mit denen in dieser Saison große Prominenz im Unterhaus Einzug erhält: Diese Saison ist die erste seit dem Fall des zuvor einzig verbleibenden Dinos in Deutschlands höchster Spielklasse, dem Hamburger SV, der in dieser Saison erstmals in der bisherigen Vereinsgeschichte in Liga 2 an den Start gehen wird. Und natürlich zu den absoluten Top-Favoriten auf den Aufstieg zählt, die wir im Folgenden einmal kurz vorstellen möchten.

Hamburger SV

Der einstige Bundesliga-Dino aus Hamburg, der in der vergangenen Saison um ein Haar dem Abstieg doch noch einmal erneut entgangen wäre, startet als klarer Favorit in die kommende Saison in Liga 2. Mit Spielern wie Lewis Holtby, Aaron Hunt, Tatsuya Ito, Julian Pollersbeck oder auch Kyriakos Papadopoulos konnten die wichtigsten Stützen der Mannschaft auch nach dem Abstieg gehalten werden. Dazu kommen mit Rückkehrer Pierre Michel Lasogga, der in der vergangenen Saison für Leeds United in der 2. Englischen Liga auf Torejagd ging, Christioph Moritz aus Kaiserslautern, Khaled Narey aus Fürth, Jairo Samperio aus Las Palmas oder David Bates von den Glasgow Rangers mehrere Spieler, die das Niveau der Mannschaft anheben sollten. Bei diesem Kader muss der direkte Wiederaufstieg in jedem Fall das klare Ziel in Hamburg sein.

1. FC Köln

Es hätte doch alles so schön sein können, noch in der Saison 2017/18 spielten die Kölner ihre beste Saison seit vielen Jahren in der Bundesliga und qualifizierten sich als fünfter am Ende sogar überraschend zum ersten Mal nach 25 Jahren wieder für die Europa League. Umso überraschender war dann jedoch der Abstieg des 1. FC Köln in der vergangenen Saison, nachdem die Mannschaft eine katastrophale Hinrunde gespielt und in 17 Spielen nur sechs Punkte geholt hatte. Doch der 1. FC Köln ist längst nicht mehr der Verein der er einmal war; herrschte in Köln einst, nach den ersten Bundesliga-Abstiegen, das Chaos in und um den Club, soll der Neustart diesmal ruhiger verlaufen. Dazu tragen auch Identifikationsfiguren in der Mannschaft, wie der deutsche Nationalspieler Jonas Hector, Torwart Timo Horn und viele andere bei, die dem Verein auch nach dem Abstieg aus der Bundesliga die Treue schworen. Etwas nicht Selbstverständliches, bei derart hochgehandelten Spielern. Zwar konnten und wollte die Kölner nicht jeden Spieler halten, doch in Person von Dominick Drexler aus Midtjylland, Louis Schaub aus Wien oder dem Innenverteidiger Rafael Czichos, der im Doppelpack zusammen mit dem neuen Trainer Markus Anfang aus Kiel nach Köln wechselte, konnte man die Verluste durchaus adäquat ersetzen. Somit hofft ganz Köln darauf, dass das Gastspiel in Liga 2 nur eine Momentaufnahme bleibt und die Mannschaft schon bald wieder an ihre Form aus der Saison 2017/18 anknüpfen kann. Dann hoffentlich in der Saison 2019/20 wieder in der Ersten Liga.